La Fortenbacher & Die Carolinger

La Fortenbacher & Die Carolinger

Kamionka? Ist das ‘ne Suppe? Nein, es ist der Mädchenname von Carolin Fortenbachers heißgeliebter Mutter (das kommt aus dem Schlesischen und bedeutet „kleines Steinchen“). Und das ist auch der Titel ihres dritten Albums.

Carolin Fortenbacher wurde irgendwann im 20. Jahrhundert in Hamburg als Krebsdame geboren. Ihr Oberkiefer gab bereits früh Aufschluss über ihr chinesisches Tierkreiszeichen, sie gehört zur Gattung der Wasser-Hasen.

Wegen akuter Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung wurde sie bereits ab früher Jugend in klassischem Ballett unterrichtet. Nachdem dies keine ausreichende Linderung herbeiführte, musste mit härteren Bandagen gekämpft werden. Fechtlehrer Volker Ullmann gründete die erste Musicalschule Hamburgs, und Klein-Carolin war mit geschärfter Klinge zur Stelle. Was ebenda als musikalische Schrei-Therapie begann, vertiefte sie von 1991 bis 2005 im Gesangsstudium bei Liliana Aabye und ihrer Flasche Aalborg. Das Ergebnis waren 5 Oktaven und 0,52 Promille.

1983 folgte ihr erstes Engagement bei der International Movers Dance Company in Hamburg. 1988 trat sie als Tänzerin in der Musical-Revue Hallelujah, Broadway am Stadttheater Kaiserslautern auf.

Zu Fortenbachers Repertoire gehören unterschiedliche Stilrichtungen von White Soul über Jazz, Pop, Rock und Heavy Metal bis hin zum klassischen Operngesang. Ihr eigener musikalischer Stil liegt im Bereich des Rock Chanson. Dem Publikum ist die Koloratursopranistin sowohl durch Musical-Rollen als auch durch klassische Partien bekannt. So trat sie von 1985 bis 1991 unter anderem als Königin der Nacht in Mozarts Oper Die Zauberflöte an der Hamburger Kammeroper auf, als Anita in Bernsteins West Side Story am Stadttheater Münster sowie als Rosalia am Staatstheater Kassel, als Lucy in Du bist in Ordnung, Charlie Brown am Hamburger Theater am Holstenwall und als Audrey in Der kleine Horrorladen am Theater Nordhausen sowie am Theater am Aegi in Hannover. An der Freilichtbühne Tecklenburg wurde sie für die Titelrolle in Andrew Lloyd Webbers Musical Evita verpflichtet.

Ab September 1992 agierte Fortenbacher in über 60 Vorstellungen als Pier Angeli in der Uraufführung des Franco-Pop-Musicals Die Legende von Jimmy Dean im Essener Theater Casa Nova. Zudem war sie alternierend in den Rollen Mabel und Kate in Die Piraten von Penzance im Theater Dortmund sowie im Theater des Westens in Berlin zu sehen. Für ihre Darstellung der Kate und ihre Rolle als Philia in Zustände wie im alten Rom wurde sie in Berlin mit dem Publikumspreis des Theater des Westens ausgezeichnet. Den Image Award Germany als „Beste Hauptdarstellerin“ erhielt sie indes für ihre Rolle als Aldonza in  Der Mann von La Mancha (1996).

Als schwarze Spinne in Peter Maffays Musical Tabaluga & Lilli wurde Fortenbacher von 1999 bis 2001 an das TheatrO CentrO in Oberhausen engagiert. Der Durchbruch gelang ihr jedoch mit der Hauptrolle der alleinerziehenden Mutter Donna im Jukebox-Musical Mamma Mia!, die sie von November 2002 bis September 2007 in 1200 Vorstellungen am Operettenhaus Hamburg innehatte. Die Live-CD des Musicals erzielte 2005 Platin-Status, 2006 wurde das Album mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet.

Zu Beginn des Jahres 2004 tourte Carolin Fortenbacher mit der Musical-Gala Best of Musical durch Deutschland und Österreich. Im September 2005 erschien mit zwölf Titeln ihr erstes Solo-Album Zurück zu mir. Im Rahmen der Wahl der „Hamburger Top-Frau 2005“ wurde Fortenbacher von den Lesern der Bildzeitung auf Platz zwei hinter Loki Schmidt gewählt. Am 6. März 2008 trat sie mit der von Pe Werner geschriebenen und komponierten Popballade Hinterm Ozean bei der Deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2008 an. Der Veröffentlichung ihrer Single und ihres Albums Drama im März 2008 folgte eine bundesweite Tournee mit eigenem Live-Programm. Im Dezember 2008 begleitete sie zudem die Popband Gregorian als Gaststar auf ihrer Deutschland-Tournee Christmas Chants.

Seit 2009 tritt sie zudem im Rahmen des italienischen Liederabends Pasta e Basta als Katja Wahl-Ente und seit 2012 in Sylt – Ein Irrtum Gottes? als Katja Friese in den Hamburger Kammerspielen auf.

2009 folgte ein Solo-Konzert im Oberhausener Ebertbad und 2010 ihr Soloprogramm Unverfroren Aufgetaut – Ein KonzertTheater in den Fliegenden Bauten Hamburg. Im selben Jahr bildete sie mit Entertainer Kay Ray das Duo La Fortenbacher und das Kay. Mit ihrem Programm Heiß in Concert treten sie unter anderem regelmäßig im Schmidt Theater Hamburg und wiederkehrend in der Bar jeder Vernunft in Berlin sowie im Theater am Aegi in Hannover auf. Im Schmidt Theater Hamburg agiert Fortenbacher zudem zusammen mit Nik Breidenbach unter der Regie von Corny Littmann in der Erfolgskomödie Oh Alpenglühn!, für die sie in der Kategorie „Herausragende Darstellerin“ im Oktober 2012 mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2011 verkörpert sie an der Seite von Sascha Rotermund die Titelrolle in der Romanadaption Das Orangenmädchen nach Jostein Gaarder am Hamburger Altonaer Theater.

Gemeinsam mit Sascha Rotermund entwickelte Carolin Fortenbacher anschließend das Bühnenprogramm La Fortenbacher & die Carolinger: Ich hab Hunger!, das im Februar 2013 unter der musikalischen Leitung von Martin Langer und Dominik Pobot im Hamburger Schmidts Tivoli seine erfolgreiche Premiere hatte.  Mit dem Team von Ich hab Hunger! produziert La Fortenbacher derzeit ihr drittes Solo-Album Kamionka im folkloristischen Chanson-Pop-Stil.

Gemeinsam mit ihrer handgezogenen Band, den Carolingern, hat sich La Fortenbacher auf die Suche nach ihren musikalischen Wurzeln gemacht. Und dabei hat sie den Pop mit Farbe entdeckt: Country, Folk, Chanson, Soul, Ska und Balkan-Beats sind im Spektrum der selbstgeschriebenen Songs dabei. Kamionka ist Musik zum Aus-dem-Kinderzimmerfenster-direkt-in-die-Wiese-springen. Kamionka ist Musik zum Barfuß-im-Gras-tanzen. Zum Abschied-nehmen und zum Etwas-zum-ersten-Mal-erleben. Nicht abgehoben, sondern beflügelnd bodenständig!

Titelliste:
01. Schlossallee
02. Souvenir
03. Amélie
04. Der Einfache Teil
05. Noch Ganz Da
06. Chef Vom Ganzen
07. Prinzessin Königin
08. Zeit
09. Schikane
10. Souvenir (French & Unplugged)
11. Never Going Back Again (Live)
12. Vergiss Die Haute Cuisine (Live)
13. Netzwerk Unser (Live)

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